Mobilität als Absatzmarkt

Dabei besteht neben CNG und LNG Hoftankstellen auch die Möglichkeit eine externe Tankstelle zu beliefern und über den CO2 Quotenhandel weitere Einnahmen zu generieren. Alternativ kann das aufbereitete Biomethan auch ins Erdgasnetz eingespeist werden und dann bilanziell im Kraftstoffsegment genutzt werden. 

RED II Richtlinie, neue Einnahmechancen? 

Bis Mitte 2021 soll die EU Richtlinie ins deutsche Recht übertragen werden, Fachverband Biogas hat die Inhalte der RED II zusammengefasst und stellt die Chancen und Schwächen für den Sektor Biogas zusammen.

Fakten zum Konzept

Nach der Aufbereitung des Rohbiogases zu Biomethan, kann das Biomethan neben der Einspeisung ins öffentliche Gasnetz auch im Bereich der Mobilität genutzt werden. Das Factsheet fasst die Eckdaten zusammen.

Biomethanaufbereitung 

Die Nutzung als Kraftstoff setzte die Aufbereitung des erzeugten Biomethans voraus, Informationen zur Biomethanaufbereitung finden sich im Konzept Biomethaneinspeisung

Direktvermarktung regional

kalkulierbare Partner suchen

Eine mögliche Vermarktung des Biomethankraftstoffes ist die Hoftankstelle und damit ein sehr regionales Konzept. Neben dem Standort der Tankstelle, der sowohl passend zur Anlage als auch nah am Kunden sein muss, stellt sich hier die Herausforderung der Mengenkalkulation. Ideale Partner sind daher z.B. kommunale Fahrzeuge oder der ÖVP, die Flottenverbräuche sind in diesen Bereichen gut vorhersehbar und Nachhaltigkeit wird auch im kommunalen Bereich ein immer bedeutenderes Thema. Durch Förderungen und die CO2 Besteuerung der fossilen Energieträger kann CNG auch z.B. für Altenpflegedienste oder Lieferunternehmen wirtschaftlich interessant sein. Horste Seide vom Fachverband ist Biogastankstellenbetreiber seit 2011 berichtete in einem unserer Webinare wie wichtig der persönliche Kontakt zu den potentiellen Kunden ist und wie sich so fortlaufend der Kundenstamm vergrößert.

Umsetzung der RED II

CO2 Quotenhandel: auch für die Biogasbranche neue Wertschöpfungsmöglichkeiten?

Die Anforderungen der EU Richtlinie RED II (Renewable Energy Directive// Erneuerbare Energien Richtlinie) soll bis Mitte 2021 in deutsches Recht übertragen werden. Mineralölunternehmen sind zur Einhaltung einer THG Quote verpflichtet, andernfalls drohen Strafzahlungen. Der Einsatz von Kraftstoff aus Biomethan kann die CO2-Quote verbessern. Dazu kann der Biomethanproduzent sein Biomethan über z.B. die Bundesanstalt für Landwirtschaft zertifizieren lassen und das zertifizierte Biomethan an ein Mineralölunternehmen verkaufen. Dieser Verkauf erfolgt bilanziel, das Biomethan „gelangt“ über das Erdgasnetz zur Tankstelle.

Praxisbeispiel Großprojekt

Eine der ersten Biomethanverflüssigung soll 2022 produzieren

Die Unternehmen Alternoil GmbH als  Tankstelenbetreiber, Erdgas Südwest GmbH und pmp greengas GmbH als einer der führenden Biomethanvermarkter in Deutschland starten Gemeinsam ein Projekt zum Bau einer Biomethanverflüssigungsanlage. Mehr zum Thema lesen Sie hier